27.09.2017
Besuch beim Bayerischen Transitzentrum in Manching

Es sind die Asylbewerber mit geringer Bleibewahrscheinlichkeit aus den Westbalkanstaaten , der Ukraine und seit Sommer 2017 auch Afghanistan und Nigeria die im Bayerischen Transitzentrum Manching/Ingolstadt aufgenommen werden. Gemeinsam mit Manchings Bürgermeister Herbert Nerb habe ich mich vor Ort über die Einrichtung erkundigt. „Das Ziel sei“, so berichtete mir Daniel Waidelich, Sachgebietsleiter der Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber von der Regierung Oberbayern, „dass Personen, die in das Transitzentrum kommen, eine schnelle Rückführung ermöglich werden soll.“ „Der besondere Vorteil des Standortes liege durch die Bündelung der Behörden vor Ort. Kurze Wege sowohl für Antragssteller als auch für Behörden, schnelle Verfahren durch Spezialisierung auf bestimmte Herkunftsländer oder die freiwillige Ausreise und Rückführung direkt aus dem Transitzentrum sind weitere Qualitätskriterien“ berichtete mir gegenüber Frau Hedwig Göhner-Pentenrieder (Gleichstellungsbeauftrage Reg. v. Obb) und Thomas Schmid (Leiter der Transiteinrichtung). Es freut mich, dass während der Verweildauer umfangreiche Angebote für die Asylbewerber zur Verfügung stehen. Gartenarbeit, Sport, Streetdance und Filmangebote für Erwachsene; Outdoor-Angebote, Straßenkreidemalen, Kindertanzen, Ballspiele, Filmangebote und natürlich entsprechenden Bildungseinrichtungen sowohl für Kinder als auch für Jugendliche. Ich würde mich freuen, wenn Asylbewerber stärker in tägliche Arbeiten mit einbezogen würden. Das könnte zum Beispiel durchaus das Anpflanzen, Pflege, Ernte von Gemüse für den eigenen Bedarf als auch für einen Verkauf sein. Fläche für einen Gartenanbau ist reichlich vorhanden. Auch Pflegarbeiten in öffentlichen Einrichtungen der Kommune in Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung kann ich mir durchaus als Betätigungsfeld vorstellen. 

Text und Bilder für Eva Gottstein: Gottfried Obermair