04.11.2019
Treffen mit dem vds Bayern

Qualität vor Quantität bei der Inklusion

Qualität vor Quantität – das ist die zentrale Zielsetzung bei der Stärkung von Inklusion. Dabei setzt sich der Verband der Sonderpädagogik (vds) als gemeinnütziger Fachverband für die Interessen der Kinder und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie für alle im Bereich der Sonderpädagogik tätigen Berufsgruppen ein. Kürzlich traf ich mich mit Vertretern des vds Bayern und erhielt wichtige Informationen über die Personalsituation an den Schulen. „Personal mit fundierter Qualifikation im Bereich Sonderpädagogik wird zunehmend weniger“, so Hans Lohmüller, Landesvorsitzender des vds. Umso erfreulicher sei es, dass in Regensburg ein neuer Studienstandort geschaffen wurde und ein Studiengang mit Schwerpunkt Sehen in Würzburg im Aufbau ist. Für Absolventen mit der zweijährigen Zweitqualifikation Sonderpädagogik seien zur Vertiefung Fortbildungen im Anschluss sinnvoll, denn die Sicherung von Personal mit fundierter sonderpädagogischer Qualifikation ist eine wichtige Zukunftsaufgabe im Bereich der Förderschulen.

Aktuell gibt es in Bayern 356 Profilschulen in den verschiedensten Schularten, in denen Lehrkräfte der allgemeinen Schule und Lehrkräfte für Sonderpädagogik das Lernen und den Schulalltag gemeinsam gestalten. Besuche von Profilschulen und Modellregionen sollen nun weitere Informationen und Erkenntnisse liefern, um die sonderpädagogische Förderung stetig weiterzuentwickeln.