14.08.2020
100-Tage-Bilanz mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Landkreis

Allen 30 Bürgermeistern im Landkreis Eichstätt einen Antrittsbesuch abstatten und mit ihnen über die seit der Kommunalwahl vergangenen 100 Tage sprechen – das habe ich mir als Landtagsabgeordnete vorgenommen. Dazu nutze ich nun auch die parlamentarische Sommerpause.

Einer der ersten Besuche führte mich zum neu gewählten Hepberger Bürgermeister Raimund Lindner (FHB), der auf zwölf Jahre Erfahrung im Gemeinderat bauen kann. Da kennt man die Gemeinde – und das haben die Bürger bei der Wahl honoriert. Als Ehrenamtsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung freut es mich besonders, dass Lindner nach wie vor selbst im Vereinsleben des Ortes aktiv ist. Gelegentlich kollidiere sein gesunder Menschenverstand noch mit allzu bürokratischen Vorschriften: „Ich würde manchmal am Liebsten selbst den Pinsel in die Hand nehmen und aktiv werden“, so der Pragmatiker. Die Arbeit im Rathaus mache ihm aber dennoch sehr viel Spaß, fordere ihn aber auch. An mich als stellvertretende Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag richtete Lindner die Information, dass der im vergangenen Jahr eingeführte Einschulungskorridor den Kommunen die Kapazitätsplanung erschwere, da man viele Reserven in der Kinderbetreuung vorhalten müsse. Auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Amtsgeschäfte kamen zur Sprache: Die Gemeinderatssitzungen finden aktuell in der Turnhalle statt, Vereinsversammlungen werden unter Berücksichtigung der geltenden Hygieneregeln abgehalten. Sorgen mache die finanzielle Situation der Gemeinde, denn Hepberg werde durch die geplanten Investitionen massiv in die Verschuldung gehen müssen. Durch die Corona-Pandemie werde dies noch verschärft. Machen wir uns nichts vor, es werden die Einnahmen der Gemeinden deutlich zurückgehen! Lindner informierte mich zudem über die drei großen Themen, die ihn und den Gemeinderat derzeit beschäftigen: die einfach notwendige Beibehaltung der Umgehungsstraße, der bereits geplante Neubau der Grundschule sowie die notwendige Schaffung einer Kindertagesstätte.