06.05.2021
FREIE WÄHLER Landtagsfraktion fordert: Wolf soll künftig Jagdrecht unterliegen

PRESSEMITTEILUNG

Seit rund einem Jahr gibt es immer wieder Wolfssichtungen im Landkreis Eichstätt. Es gilt als gesichert, dass mittlerweile ein Wolf im westlichen Landkreis sesshaft geworden ist. Die Eichstätter Landtagsabgeordnete Eva Gottstein nimmt in diesem Zusammenhang auch die Sorgen von Weidetierhaltern wahr. „Da in ganz Bayern derzeit fast jede Woche Berichte über neue Wolfssichtungen und vermehrt über gerissene Weidetiere erscheinen, halten wir es als FREIE WÄHLER Landtagsfraktion für wichtig, den strengen Schutzstatus des Wolfs zu prüfen“, so Gottstein. Man werde künftig nicht umhinkommen, den Wolfsbestand zu monitoren und gegebenenfalls zu regulieren. Einen entsprechenden Antrag werde die Fraktion unter Federführung des umweltschutzpolitischen Sprechers Benno Zierer am heutigen Donnerstag in den Umweltausschuss des Landtags einbringen. „Darin fordern wir unter anderem, die Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht zu prüfen“, erläutert die Abgeordnete. Dadurch wäre das Monitoring von Schalenwild – also jagdbaren Wildtieren – und Wolf nicht mehr zwingend auf verschiedene Verwaltungen aufgeteilt. Der Vorteil: Das Jagdwesen könnte sich stärker am Management des Wolfs beteiligen. „Selbstverständlich wollen wir weiterhin auf Herdenschutz und die Entschädigung von betroffenen Nutztierhaltern als wichtigsten Säulen des bayerischen Wolfsmanagements setzen“, betont Gottstein, auch mit Blick auf die Wanderschäfer im Altmühltal. „Der Wolf ist ein wunderschönes Tier, das jahrhundertelang bei uns verwurzelt war und nun in einigen Regionen endlich wieder heimisch wird. Der Antrag bedeutet nicht, dass wir zur Jagd auf den Wolf blasen“, bekräftigt Gottstein. Allerdings müsse die Entnahme von wenig scheuen Einzeltieren als letztes Mittel noch stärker etabliert werden – auch im Interesse der langfristigen Akzeptanz des Wolfs in der Gesellschaft. Denn der grundsätzliche Schutzstatus des Wolfs bliebe von der Unterstellung unter das Jagdrecht unberührt. Gleichzeitig müssen die Erfahrungen der europäischen Nachbarn stärker einbezogen und ein staatenübergreifendes Monitoring etabliert werden. Hinweis: Den Dringlichkeitsantrag finden Sie unter diesem Link