22.03.2021
Mit kleinen Lösungen viel erreichen

PRESSEMITTEILUNG

Landtagsabgeordnete Eva Gottstein im Gespräch mit dem Kreisjugendring Eichstätt  

Von Altmühlbootstour über Hofwoche bis zur Zirkusschule: Das Freizeitenprogramm des Kreisjugendrings Eichstätt (KJR) für die Sommerferien steht – auch wenn die genaue Ausgestaltung aufgrund der Corona-Pandemie noch offen ist. Die Eichstätter Landtagsabgeordnete Eva Gottstein (FREIE WÄHLER), zugleich Ehrenamtsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, informierte sich kürzlich im Gespräch mit den Verantwortlichen über die aktuellen Herausforderungen. Dabei ging es unter anderem um die Integration von bereits bestehenden Angeboten in das Ferienprogramm, das der Bayerische Jugendring im vergangenen Jahr mit einer Sonderförderung des Kultusministeriums aufgelegt hatte. KJR-Geschäftsführer Peter Kracklauer gab der Bildungspolitikerin einige Anregungen für die diesjährigen Planungen mit auf den Weg. Er betonte, dass in der Kinder- und Jugendarbeit mit kleinen Lösungen viel erreicht werden könne – vom spielerischen Desinfizieren der Hände bis hin zum Jonglieren mit Gummihandschuhen. Gerade auf die spielerische, zwanglose Komponente legt Gottstein viel Wert: „Die Ferien sind zum Ausspannen da, nicht zum Lernen.“

Auch die brisante Lage der Alten Schule Morsbach wurde angesprochen. Das Jugendübernachtungshaus des KJR Eichstätt muss trotz der Unterstützung durch den Landkreis Corona-bedingt schwere finanzielle Einbußen hinnehmen, da seit Monaten keine Buchungen von Gruppen und Schulklassen möglich sind. „Kreisjugendringe sind explizit vom Rettungsschirm ausgenommen“, kritisiert KRJ-Vorstand Manfred Muthig. Gottstein wies darauf hin, dass Tagesexkursionen jederzeit möglich seien. „Vielleicht muss das besser kommuniziert werden.“

Auf die Frage der Ehrenamtsbeauftragten nach den Schulungsmöglichkeiten für ehrenamtliche Mitarbeiter antwortete Kracklauer, dass Schulungen immer dann durchgeführt wurden, wenn dies vom Hygienekonzept her möglich war. „Wir können uns noch nicht so recht mit Online-Kursen anfreunden, denn die Schulungen im Bereich der Jugendarbeit leben von der Begegnung.“ Alarmierend sei dies im Bereich der Feuerwehren, wusste Muthig: „Jugendleiterschulungen haben dort unterste Priorität. Aber die Jugend ist der Nachwuchs von morgen. Wenn wir die nicht mehr ausbilden, schauts schlecht aus!“ Gottstein sprach sich daher für die Schaffung eine Jugendbildungsstätte in der Region 10 aus, denn eine solche ist in der Region bisher nicht vorhanden. Die Bildungspolitikerin könnte sich mit Blick auf die Förderung der Alltagskompetenz an den Schulen eine Einbeziehung der Kreisjugendringe vorstellen: „Die Lebenspraxis ist wichtig, daher haben wir verpflichtende Projektwochen in allen Stufen eingeführt.“ Der KJR mache dies in der Jugendarbeit vor, etwa mit dem Foodcamp, in dem die Kinder praktische Erfahrungen rund um Lebensmittel und Konsum sammeln können.

Bild: Abgeordnete Eva Gottstein im Gespräch mit KJR-Geschäftsführer Peter Kracklauer, Bernhard Seibold (pädagogischer Mitarbeiter) und Vorstand Manfred Muthig (von rechts).