15.06.2022
Pilotversuch „Digitale Schule der Zukunft“

PRESSEMITTEILUNG

Vier Schulen aus dem Landkreis Eichstätt nehmen teil

„Mit dem Pilotversuch ‚Digitale Schule der Zukunft‘ soll die individuelle
Nutzung von mobilen Endgeräten im gesamten schulischen Leben, Lernen und Arbeiten
erprobt und evaluiert werden. Ich freue mich, dass sich auch Schulen aus dem Landkreis
Eichstätt beworben und vier davon vom Bayerischen Kultusministerium für die Teilnahme an
dem Projekt ausgewählt wurden.“ Dies teilte die Eichstätter Landtagsabgeordnete Eva
Gottstein (FREIE WÄHLER) mit. Das Sonderpädagogische Förderzentrum „Schule an der
Altmühl“ in Eichstätt, die Ignaz-Günther-Mittelschule Altmannstein, die Realschule Kösching
und die Mittelschule Pförring werden bei der Organisation und anschließenden Durchführung
des Pilotversuchs im Schuljahr 2022/23 mit Materialien und Fortbildungsangeboten vom
Kultusministerium unterstützt. „Die Nutzung mobiler Endgeräte gehört bereits jetzt zur
Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler, außerdem sind Tablets und Notebooks ein fester
Bestandteil des Unterrichts an vielen bayerischen Schulen“, erläutert Gottstein, die selbst
jahrzehntelang als Realschullehrerin und -rektorin aktiv war. „Im 1:1-Ausstattungskonzept mit
Schülerendgeräten werden diese beiden Elemente nun gebündelt. Dabei sollen Erkenntnisse
für einen pädagogischen Gesamtansatz gewonnen und Beschaffungsverfahren erprobt sowie
zeitgemäße Konzepte zum Lernen und zur Lehrerfortbildung eingeführt werden.“ Die
Evaluation erfolgt durch das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB). Jede
teilnehmende Schule kann zwei Klassen auswählen, die vollständig mit eigenen Tablets,
Notebooks oder Convertibles, den von der Schule vorgegebenen technischen Mindestkriterien
entsprechend, ausgestattet werden. Der maximale Förderbetrag pro Gerät liegt bei 300 Euro,
die Anschaffung erfolgt durch die Erziehungsberechtigten in Abstimmung mit der Schule.
„Zusätzlich stellt das Bayerische Kultusministerium für die Erprobung eine halbe Million Euro
für digitale Bildungsmedien wie Lizenzen für digitale Schulbücher oder Apps zur Verfügung“,
so die Abgeordnete. Auch spezifischen Fortbildungsbedarfen der Lehrkräfte solle möglichst
passgenau Rechnung getragen werden. Um sich mit anderen Schulen im Rahmen des
Pilotversuchs zu vernetzen, wird eine Austauschplattform auf mebis eingerichtet, auf der sich
die teilnehmenden Schulen mit Materialien und Konzepten aktiv einbringen können. „Bei der
digitalen Schulentwicklung stehen im Mittelpunkt: Unterricht weiterentwickeln, IT-Infrastruktur
optimieren, digitale Expertise stärken, Schule digital organisieren und Schule kooperativ
gestalten“, beschreibt Gottstein die Handlungsfelder der Digitalen Schule der Zukunft. „Ich bin
mir sicher, dass im nun anlaufenden Pilotprojekt wichtige Erkenntnisse dazu gewonnen
werden können – im Lernen mit analogen ebenso wie mit digitalen Medien und Werkzeugen.“